Lexikon:
Baguette
Das französische Stangenbrot - franz. baguette = Stab, Stange, (Schlag-)Stock - ist normalerweise ein Weizenbrot und ist die ideale Beilage für Fondue, Fisch, Geflügel, ...
|
Berufsbeschreibung Bäcker
| |
Der Beruf des Bäckers zählt zu der Berufsgruppe der Handwerker.
Ein Bäcker verdient seinen Lebensunterhalt durch das Herstellen verschiedener gebackener Lebensmittel wie Brot, Brötchen, Gebäck uvm.
Früher unterteilte sich der Beruf des Bäckers in verschiedene Unterberufsbilder, darunter der sogenannte Zuckerbäcker, auch Konditor genannt, der Pfefferkuchenbäcker, der Los- oder Weißbäcker (der Weizenbrot und Brötchen herstellte), sowie der Fast- oder Schwarzbäcker (der Roggenbrot herstellte).
Nach der Tradition wird der Heilige Nikolaus als der Schutzheilige des Bäckers betrachtet.
Die Ausbildung zum Bäcker ist eine betriebliche und berufsschulische Ausbildung und dauert drei Jahre. Nach diesen Zeit legt der Lehrling eine Gesellenprüfung ab, die von der regional ansässigen Innung überwacht wird. Nun ist er Bäckergeselle und kann eine Fachschule (Meisterschule oder bei der örtlichen Innung) besuchen, um sein Können zu erweitern und dann vor der Handwerkskammer die Prüfung zum Meister abzulegen.
Vor einigen Jahren musste der Geselle erst noch drei Jahre warten, bis er Meister werden konnte. Diese Wartezeit gibt es heute nicht mehr. Hat der Bäcker den Status des Meisters erreicht, ist er befähigt, selbst Lehrlinge auszubilden oder eine eigene Bäckerei zu eröffnen.
Innungen entstanden schon in der Zeit der Römer. Im Laufe der Zeit wurden diese Innungen immer weiter durch Richtlinien organisiert. Später fand der Verkauf der Waren häufig in Familienbetrieben statt, die das Mehl vom örtlichen Müller erhielten. Durch die Industrialisierung entstanden viele Großbäckereien mit Backstraßen. Diese produzierten nun auch sogenannte "Teiglinge", die tiefgekühlt zu den kleinen Bäckereien transportiert wurden, um dort aufgebacken zu werden. Neben diesen Produkten gibt es dort jedoch auch Backwaren aus der eigenen Herstellung. Heute haben die Bäckereien eine weitere Konkurrenz bekommen, denn auch an Tankstellen und bei Selbstbedienungsbäckern werden Backwaren angeboten. In den vergangenen 20 Jahren mussten viele ihre (Familien-)Betriebe aufgeben und schlossen sich Filialketten an. Der Beruf des Bäckers hat dadurch an Komplexität verloren. Doch zum Glück vertrauen immer noch viele Menschen der Tradition des ortsansässigen Bäckers und der Qualität seiner Produkte.
Viele Bäcker stellen auch Produkte her, die traditionell zum Berufsbild des Konditors gehören. Solche Bäcker werden als "Bäcker mit Konditoreierfahrung" bezeichnet.
Der Beruf des Bäckers ist ein traditionsreicher Beruf und muss erhalten werden. Jugendliche sollten sich nicht dadurch abschrecken lassen, dass der Arbeitstag eines Bäckers sehr früh beginnt. Wer den Geruch von frisch gebackenen Waren mag und sich über die lobenden Worte seiner Kunden freut, der übt seinen Beruf gern aus. Denn was wäre der Kunde ohne liebevoll gefertigte Brötchen am Sonntagmorgen? Denn auch er genießt es, morgens frische Brötchen abzuholen und diese zu genießen.
Social Bookmarking
|
|
|